Nachkriegszeit

Wenige Tage vor dem 1. Nachkriegsweihnachtsfest – am 17.12.1945 – erfolgte unter der Registriernummer 41 mit dem Ehrenvorsitzenden Jakob Seybold als Vorstand und Alfred Fesenbecker als Geschäftsführer die Neugenehmigung und Zulassung unseres TSV als Sportverein. Am 17.Februar 1946 fand in der Hildthalle die Gründungs- und Generalversammlung statt. Jakob Seybold hob hervor, dass der Turn- und Sportverein wieder aufgebaut werden und durch gemeinsame Arbeit wieder zur alten Blüte heranwachsen soll: „Großes Werk gedeiht nur durch Einigkeit“.

Große finanzielle Unterstützung bei der Sportplatzsanierung und durch die Bereitstellung einer Baracke als Sportheim erhielt der Verein seitens der Firma Läpple. Durch das Entgegenkommen der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau konnte als Ausweichplatz eine Wiese bei der Hasenmühle benutzt werden, denn die Waldheide war doch etwas zu abgelegen.

Am 26. Februar 1948 gründeten die Mitglieder Fritz Assenheimer, Robert Deininger, Dr. Kurt Erhardt, Wilfried Epple, Gerhard Mössner, Dr. Gerhard Osswald, Howard Rohrer, Willi Schilling und Hermann Vollert die Tischtennisabteilung.

Die 50er Jahre

Am 4. Oktober 1952 konnte das durch Eigenarbeit umgebaute Sportheim eingeweiht werden. Der letzte Russlandheimkehrer, Sportkamerad Karl Grau, wurde bei einer kleinen Feier am 14. Januar 1954, herzlich willkommen geheißen.

Nach den beiden ersten Fahnenweihen in 1873 und 1901 wurde anlässlich der Vereins-Weihnachtsfeier am zweiten Weihnachtsfeiertag 1953 in der Hildthalle die dritte und auch heute noch aktive Vereinsfahne des TSV geweiht.

Bei den Deutschen Waldlaufmeisterschaften in Mainz am 9. Mai 1954 errang unser Alfred Scherer die erste Deutsche Meisterschaft für den TSV Weinsberg. Am 7. September 1958 verstarb unser Ehrenvorsitzender Jakob Seybold und wurde unter großer Anteilnahme zu Grabe getragen.

Die neuerbaute Mühlrainturnhalle wurde am 20. Dezember 1958 ihrer Bestimmung übergeben und auch der direkt nebenanliegende Hartspielplatz war 1959 fertiggestellt. Der Verein hatte ca. 500 Mitglieder.

Die 60er Jahre

Im Mai 1960 wurde die Leichtathletikabteilung zu neuem Leben erweckt. Wiedergründungsmitglieder waren Sepp Pauler, Helmut und Erwin Deininger, Gerhard Massa, Jürgen Supp, Werner Lederer, Klaus Haas, Dieter Rees und Kurt Rittinger. Die Abteilung war innerhalb kurzer Zeit sehr erfolgreich und erreichte mehrere Kreis- und Bezirksmeistertitel. Leider verlor unser Abteilungsleiter und Trainer Sepp Pauler bei einem Verkehrsunfall am 9. März 1966 mit 29 Jahren sein Leben.

Eine großangelegte Spendensammlung unter TSV Mitgliedern durch unser Ehrenmitglied Robert Deininger aus Anlass der Flutkatastrophe in Hamburg erbrachte den stolzen Betrag von 1.430 DM. In einem Brief des Schwäbischen Turnerbundes hieß es: „Weinsberg - berühmt durch seine Treue - hat seinem Namen durch euch wiederum Ehren gemacht…“.

Vom 9. bis 18. Juli 1966 fand die Jubiläumswoche zum 100-jährigen Vereinsbestehen statt. Neben einem Festabend in der Hildthalle beteiligten sich alle Abteilungen die ganze Woche hindurch mit Sport und Spiel auf dem Sportplatz.

wir bewegen weinsberg